Wöchentlicher Kurzbericht zur KW51

– von wo kommen wir und wo gehen wir hin –

Bisher konnte sich die Regierung in den USA auf kein Konjunkturprogramm einigen. Der Dow Jones durchlief eine langweilige Woche mit Seitwärtsbewegung. Beim Nasdaq gab es hingehen ein leichtes Minus. Dies kann auf eine Mitnahme von Gewinnen zurückgeführt werden. Die Börsianer der Wallstreet betiteln die Woche als enttäuschend. Ähnlich sieht dies im Dax aus. Nach einem Test der 13.450 Punkte wurde im Gegenzug der Support bei 13.030 getestet. Hier kann ebenfalls von einer Gewinnmitnahme vor einem angekündigten Lockdown ausgegangen werden. Corona bleibt weiterhin das bestimmende Thema. Interessant wird, wie der Markt einen neuen Lockdown einpreist oder überhaupt darauf reagiert. Trotz Deadline wird beim Brexit weiter verhandelt. Dies kann für weit fortgeschrittene Verhandlungen stehen. Die kommenden Wochen sind interessant und eine Jahresendrally wird bisher wieder skeptisch gesehen.

Was können wir auf technischer Ebene vom Dax erwarten?

Nachdem durchbrechen des Support bei 13.180 Punkten wurden die 13.030 angetestet. Der Dax prallte jedoch deutlich ab und stieg wieder an. Weiter ist der Wiederstand bei 12.875 und der Gap bei 12.640 zu nenen.

In der anderen Richtung bleibt ein weicher Widerstände bei 13.330 und nach oben ist 13.450 weiterhin das Ziel. Aus reiner Chartsicht wird die Seitwärtsbewegung der letzten Wochen fortgeführt.

Die Entwicklungen hängen jedoch von den Einflüssen des vollständigen Lockdowns in Deutschland ab. Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden und in einigen Teilen der Bundesrepublik sind Ausgangssperren akut. Die Verhandlungen über den Brexit scheinen weit fortgeschritten. Ansonsten würden die Verhandlungen trotz Deadline vermutlich nicht fortgesetzt.

DAX Chart der KW51

Welche Zahlen stehen kommende Woche an?

MONTAG

  • Japan: Tankan Q4
  • EU: Industrieproduktion 10/20
  • BRD: Monatsbericht Bundesbank 12/20
  • Jahreszahlen der Metro

DIENSTAG

  • China: Industrieproduktion 11/20
  • Italien: Handelsbilanz 10/20
  • USA: Industrieproduktion 11/20

MITTWOCH

  • EU: Handelsbilanz 10/20
  • USA: Einzelhandeslumsatz 11/20, FOMIC Zinsentscheid

DONNERSTAG

  • BRD: Verarbeitendes Gewebe 10/20
  • FRA: Geschäftsklima 12/20
  • Q3 Zahlen von Blackberry

FREITAG

  • BRD: IFO Geschäftsklima 12/20
  • EU: EZB Leistungsbilanz
  • USA: Leistungsbilanz Q3
  • Q2 Zahlen von Nike

Aktuelle Risiken

Es ist sehr viel Geld im Umlauf. Durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken, suchen immer mehr Anleger ihr Heil auf dem Aktienmarkt. Weiter nimmt das Verhältnis von Short zu Long Positionen ein Niveau wie zu der Dotcom Blase an. Dies muss nicht auf die gleiche Situation wie 2000 hinweisen, sollte in Ihren Entscheidungen jedoch beachtet werden.

Größtes aktuelles Risiko dürften gescheiterte Brexitverhandlungen sein. Kommt es zu einem No-Deal Brexit kommen auf einige Unternehmen Zollzahlungen zu, die zu einer Schwächung der Konjunktur führen könnten.

Durch das ausgesetzt Insolvenzrecht werden die Befürchtungen von einer Unzahl von Zombieunternehmen (Unternehmen, die drei Jahre in Folge die Zinsaufwendungen nicht decken können) stärker. Die Bundesbank warnt bereits vor der Entstehungen.