Wöchentlicher Kurzbericht zur KW52

– von wo kommen wir und wo gehen wir hin –

Trotz keinem erfolgreichen Beschluss für ein Konjunkturprogramm in den USA haben die Indizes nach der verhaltenen KW50 reagiert und neue Höhen erreicht. Ein kleiner aber erwartbarer Dämpfer waren die Gewinnmitnahmen am Freitag. Die Entwicklung des Dow, Nasdaq etc. bleibt interessant mit Blick auf die letzten Tage des verrückten Jahr 2020. Der Dax hat es zum Ende der Woche ebenfalls fast geschafft sein Allzeithoch, das bei ca. 13,795 liegt, zu erreichen. Die Auftragslage der Industrie ist ziemlich gut und kann den Markt beflügelt haben. Die Entwicklungen über das Wochenende dürfen jedoch als klarer Dämpfer gewertet werden. Es gibt noch keinen Deal der EU mit Großbritannien – besonders Problematisch, da es nach den offiziellen Statuten keine Möglichkeit mehr gibt ein Abkommen noch in diesem Jahr zu ratifizieren. Weiter hat sich eine besonders ansteckende Variante des Coronavirus in Großbritannien ausgebreitet, woraufhin die Insel nahezu abgeriegelt wurde / wird.

Was können wir auf technischer Ebene vom Dax erwarten?

Die Woche war äußert positiv für den Dax. Nachdem die 13.450  durchbrochen wurde wurde fast das Allzeithoch aus dem Februar erreicht. Nach oben steht damit die 13.795 als Widerstand.

Nach Unten ist die 13.450 zum Support geworden und die weiteren Supports bleiben bestehen. Zu nennen sind im nächsten Schritt die 13.030 und weiter unten der Gap bei 12.640.

Charttechnisch kann der Dax vor den Festtagen noch ein neues Hoch erreichen, jedoch auch sehr schnell wieder in die alte Seitwärtsbewegung zurückfallen. Die aktuelle Entwicklung am Wochenende sprechen eher für ein Fallen, als für das Erreichen eines neuen Hochs.

DAX Chart der KW52

Welche Zahlen stehen kommende Woche an?

MONTAG

  • BRD: DIW Konjunkturbarometer
  • USA: CFNA Index 11/20

DIENSTAG

  • BRD: GfK Verbrauchervertrauen 1/21
  • GBR: BIP Q3 (endgültig)

MITTWOCH

  • USA: FHFA-Index 10/20

DONNERSTAG

FREITAG

  • JPN: Arbeitslosenquote 11/20

Aktuelle Risiken

Weiter bleibt Großbritannien in Europa das Hauptrisiko. Neben dem Brexit mit möglichen No-Deal wird die Insel durch die neue sehr ansteckende Mutation von anderen EU Ländern komplett abgeschottet. Die eh schon langen Schlangen von LKW an der Grenze werden dadurch nicht aufgelöst und die nächsten Tagen werden besonders für die britische Wirtschaft keine einfachen.

Weitere aktuelle Risiken:

  • Zombieunternehmen durch ausgesetztes Insolvenzrecht
  • Blase (Verhältnis von Short zu Long Positionen wie vor der Dotcom Blase)