Trading Guide Märkte

Handelbar ist nahezu jedes Gut was es auf der Welt gibt. Seien es Aktiengesellschaften, Währungen untereinander oder ein Rohstoff wie Kakao. Alle Preise schwanken und bei jeder Schwankung kann Gewinn erwirtschaftet werden. Um einen kurzen Überblick über die unterschiedlichen Trading Märkte zu geben sind diese hier aufgeführt und kurz erklärt.

Die Forex Trading Märkte sind dezentral. Sie sind auch an keinen physischen Ort gebunden, der von 9 bis 5 Uhr geöffnet hat. Stattdessen ist es ein Online Handelsnetzwerk, das je nach Trading Markt von 5 bis zu 7 Tagen nahezu rund um die Uhr verfügbar ist.

DIE MÄRKTE UND PRODUKTE BEIM ONLINE TRADING

Die Forex Trading Märkte sind dezentral. Sie sind auch an keinen physischen Ort gebunden, der von 9 bis 5 Uhr geöffnet hat. Stattdessen ist es ein Online Handelsnetzwerk, das je nach Trading Markt von 5 bis zu 7 Tagen nahezu rund um die Uhr verfügbar ist.

Die Entwicklung der Preise unterliegt dem einfachsten marktwirtschaftlichen Konstrukt, dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Steigt die Nachfrage (es wollen mehr Institutionen einen Wert kaufen) ohne dass das Angebot sich erhöht, steigt der Preis. Das gleiche Prinzip gilt für sinkenden Preise. Ein interessanter Fall tritt bei der Preisentwicklung durch das Short Selling (Leerverkäufe) auf. Falls ein Preis anstelle zu fallen ansteigt, können Leerverkäufer gezwungen werden ihre Positionen mit Verlust zu verkaufen, was zu einem weiter steigenden Kurs führt. Dazu finden Sie mehr bei den Grundlagen.

DER DEVISENMARKT

Der Devisenmarkt ist unter unterschiedlichen Namen bekannt. Die geläufigsten, neben der deutschen Bezeichnung, sind Forex Markt, FX Markt oder Foreign Exchange Markt. Auf keinem Trading Markt ist mehr Kapital unterwegs als auf diesem.

Für Privatanleger wurde der Markt erst durch die breite Einführung der Online Broker zugänglich. Es wird immer eine Währung in Bezug zu einer anderen gehandelt. Diese Kombinationen werden Währungspaar genannt.

Der Devisenhandel besteht aus drei überlappenden Börsen pro Tag, die jeweils etwa acht Stunden handeln:

  • Asien – 00:00 bis 08:00 Uhr GMT

  • Europa – 08:00 bis 16:00 Uhr GMT

  • Nordamerika – 16:00 bis 24:00 Uhr GMT

Hauptpaare

Die Kombinationen der fünf beliebtesten Weltwährungen – US-Dollar, Euro, Pfund, Yen und Schweizer Franken – bilden die Gruppe der Hauptwährungspaare (Forex Majors). Dabei sind alle Hauptwährungspaare immer mit dem USD gekoppelt.

EUR/USD
$1.21729
$0.0100
-0.46%
GBP/USD
$1.35283
$0.0000
-0.23%
JPY/USD
$0.0096
$0.0000
-0.19%
CHF/USD
$1.12506
$0.0000
-0.42%

Kreuzpaare

Währungspaare, die aus Hauptwährungen bestehen und nicht mit dem US Dollar gekoppelt sind, werden als Kreuzpaare oder Kreuze bezeichnet.

EUR/GBP
$0.8995
$0.0000
-0.15%
GBP/JPY
$140.85
$0.0700
-0.05%
JPY/CHF
$0.0085
$0.0000
0.22%
EUR/JPY
$126.73
$0.3100
-0.24%

weitere übliche Paare

Drei weitere nationale Währungen sind im Devisenhandel üblich – der neuseeländische Dollar, der kanadische Dollar und der australische Dollar. Sie können ebenfalls mit dem US Dollar kombiniert werden:

NZD/USD
$0.7187
$0.0100
-0.73%
CAD/USD
$0.7834
$0.0000
-0.62%
AUD/USD
$0.7715
$0.0100
-0.71%

exotische Paare

Alle anderen Devisenpaare werden im Allgemeinen als exotisch bezeichnet und machen weniger als 10 % aller Devisentransaktionen aus.

EUR/DKK
$7.44
$0.0000
0.02%
EUR/CZK
$26.24
$0.0900
0.34%
USD/NOK
$8.52
$0.1000
1.17%

Handelssitzungen unterscheiden sich sowohl im gesamten Handelsvolumen als auch im relativen Handelsvolumen eines Instruments. Beispielsweise macht der Handel in Europa etwa 50 % des gesamten täglichen Devisenhandelsvolumens aus, gefolgt vom Handel in Nordamerika und dem Handel in Asien, die das verbleibende Volumen mehr oder weniger gleichmäßig teilen.

Die am aktivsten gehandelten Währungen pro Sitzung kommen aus der gerade aktiven Region. Im asiatisch-pazifischen Raum sind die am meisten gehandelten Paare USD/JPY, USD/AUD und EUR/JPY. Das Phönomen lässt sich relativ leicht damit erklären, dass zu diesen Zeiten die lokalen Finanzinstituten geöffnet sind. Der Höhepunkt des Devisenhandels findet während den Handelszeiten in Europa statt, bei dem die europäischen Hauptwährungen Euro, Pfund und Schweizer Franken zum Dollar gehandelt werden. Der nordamerikanische Handel überschneidet sich mit dem europäischen und dem asiatisch-pazifischen Raum. Es werden zu den bereits genannten Paaren noch das Paar USD/CAD gehandelt. Daraus lässt sich leicht sehen, dass der US-Dollar die mit Abstand am meisten gehandelte Währung der Welt ist.

Kreuzpaare sollten immer anders behandelt werden als die Hauptpaare. Dies betrifft besonders den Handel mit binären Optionen, bei denen die Wahl des Ablaufdatums beim Trading von entscheidender Bedeutung ist.

Zum Beispiel bewegt sich der GBP/CHF basierend auf den Unterschieden zwischen dem USD/CHF und dem GBP/USD. Wenn sich der USD/CHF um 1 % nach oben und sich der GBP/USD gleichzeitig um 1 % nach unten bewegt, bedeutet dies einen flachen GBP/CHF (flach bedeutet, dass es nur einen sehr kleinen Schwankungsbereich gibt). Diese Abhängigkeiten der Kreuzpaare von Bewegungen in den Hauptpaaren sollten beim Trading mit Währungen immer betrachtet werden. Alternativ könnten unerwartete Ergebnisse auftauchen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass Kreuze weniger als Hauptpaare gehandelt werden und man daher vorsichtig sein muss. Dies bedeutet nicht, dass Kreuze keine impulsiven Bewegungen abbilden, sondern nur, dass diese impulsiven Bewegungen nicht so häufig vorkommen wie bei Hauptpaaren.

DER AKTIENMARKT

Der Aktienmarkt geht zurück auf die alten britischen Handelsgesellschaften, wie die East India Company. Jeder Aktienbesitzer hat ein Mitspracherecht bei der Ausrichtung eines Unternehmens. Natürlich ist das Mitspracherecht nach dem jeweiligen Anteil am Unternehmen gewichtet.

Durch die Digitalisierung stehen seit einigen Jahren jedem weltweit die Möglichkeit offen am Aktienmarkt teilzunehmen und dadurch am Erfolg vieler Unternehmen zu partizipieren. Die Teilhabe geschieht einerseits durch die Ausgabe von Dividenden und andererseits durch ein Steigen der Kurse, wenn man die Aktie am Anschluss wieder veräußert.

Der Aktienmarkt unterliegt in Europa bei den größten Börsen den selben Handelszeiten. In Lissabon, Frankreich, London oder Frankfurt ist der Handel von 9:00 bis 17:30 Uhr MEZ möglich.

Der Markt ist primär nach den drei größten Handelszonen (USA, Europa, Asien) aufgeteilt. Durch die unterschiedlichen Zeitzonen ist nahezu jederzeit ein Trading Markt geöffnet. Gehandelt werden Aktien an Börsen, wie der in Frankfurt, London oder Zürich. Die Ausgabe von Aktien bieten Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, dass Privatpersonen am Erfolg teilhaben können, sie sammeln dadurch auch Kapital ein, um dieses zur Realisierung der geschäftlichen Ziele einsetzen zu können. Durch diese Kapitalbeschaffungsmaßnahme wächst der Aktienmarkt kontinuierlich. Die Zahl an großen Unternehmen, die keine Aktiengesellschaften sind, schwindet immer weiter.

DIE INDIZES

Aktienindizes sind ein Teil des Aktienmarktes und damit ein äußerst wichtiger Bestandteil dieses. Indizes wie der DAX oder der Dow Jones gehören zu den größten und bilden recht gut die Lage der Wirtschaft eines Landes ab. Im DAX sind die 30 (bald 40) größten Aktiengesellschaften aus Deutschland inkludiert.

Zur Abbildung einer Wirtschaft durch einen Index gibt es Kritik. Neben nicht aktiengeführten Unternehmen werden auch schnell wachsende kleinere Unternehmen nicht berücksichtigt, daher sollten die großen Indizes immer mit Vorsicht genossen werden.

Die Handelszeiten von Indizes sind die selben wie im Aktienmarkt. Allerdings können bei den meisten Brokern die großen Indizes einzelner Länder als Futures erheblich länger gehandelt werden. Der DAX ist als GER30 von 2:30 bis 22:00 Uhr handelbar.

Neben den großen Indizes gibt es in jedem Land „kleinere“ Indizes, die einen bestimmten Bereich abbilden. Für Deutschland beispielsweise die nächstbekannteren TecDax, MDAX und SDAX. Die Entwicklung unterscheidet sich teilweise erheblich von dem des großen Bruders DAX. Seit 2018 gab es eine Änderung der vier großen Indizes. Die Werte des TecDAX werden nicht mehr exklusiv in diesem geführt sondern sind ebenfalls im DAX, MDAX oder SDAX vorhanden. Für alle vier Indizes gelten die folgenden Kriterien zur Aufnahme:

  • Prime Standard

  • Handel auf XETRA

  • weniger als 10 % Streubesitz

  • juristisch oder operativer Hauptsitz in Deutschland

TecDax

Der TecDAX bildet die 30 größten Technologiewerte des deutschen Aktienmarktes ab und hat seit 2018 auch Unternehmen integriert, die in anderen Indizes geführt werden.

MDAX

Der MDAX steht für die mittelgroßen Aktiengesellschaften in Deutschland. Es werden die 60 größten hinter den 30 aus dem DAX gebündelt.

SDAX

Im SDAX werden die nächsten 70 Unternehmen hinter denen aus dem DAX und dem MDAX geführt.

DER RENTENMARKT (ANLEIHEN)

Den Rentenmarkt, auch Anleihenmarkt genannt, bietet geringere Renditen, jedoch auch entsprechend geringeres Risiko. Der Begriff Rente stammt dabei ursprünglich nicht von den Renten, die wir in Deutschland erhalten, sondern von Rendite. Auf die Anleihen erhalten die Halter regelmäßige Rendite, woraus der Name entstanden ist. Als Anleihe gelten alle festverzinslichen Wertpapiere.

Euribor

Festverzinste Wertpapiere werden in langangelegten konservativen Investmentstrategien verwendet. Je höher das gewünschte Risiko bei dem Investment ist, je geringer wird der Anteil an den festverzinsten Wertpapieren. Anleihen können ebenfalls gehandelt werden. Da sie nicht börsenpflichtig sind, ist der Handel jedoch weniger reguliert und bietet für das Trading wenig Möglichkeiten. Ebenfalls sind die Preisveränderungen auf täglicher Basis erheblich geringer als bei Aktien, Währungen oder Rohstoffen.

DER ROHSTOFFMARKT

Der Rohstoffmarkt befasst sich ausschließlich mit Rohstoffen. Er wird auch als Markt für den „primärer Wirtschaftssektor“ bezeichnet. Rohstoffe sind natürliche Ressourcen, die an Börsen auf der ganzen Welt gehandelt werden. Der bekannteste Rohstoff bleibt Gold. Auf Gold basiert das gesamte Währungssystem, weshalb sich daran nichts so schnell ändern wird. Jedoch unterliegen andere Rohstoffe, bspw. Kupfer, erheblich stärkerer Schwankungen, wodurch die Beliebtheit beim Trading deutlich höher ist.

Rohstoff Gold

Die Handelszeiten von Rohstoffen variieren sehr stark. Während Gold oder Silber von Sonntag Nacht bis Freitag Abend mit nur einer Stunde Unterbrechung nahezu durchgehend gehandelt werden können, sieht dies bei Kakao anders aus. Dieser kann lediglich (z.B. bei eToro) täglich von 10:45 bis 18:00 Uhr gehandelt werden.

Obwohl der Anteil des Rohstoffmarkts im weltweiten Handel im Verlauf der letzten Jahrzehnte deutlich abgenommen hat, ist es weiterhin einer der wichtigsten Märkte überhaupt. Durch die zyklischen Preisbewegungen der meisten Rohstoffe bietet dies vielen Tradern eine gute Möglichkeit um regelmäßig Renditen zu erwirtschaften. Zu handeln gibt es neben Metallen wie Gold, Silder oder Kupfer auch Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Kaffee. Gerade Nahrungsmittel können sich sehr gut für Spekulationen eignen. Sollte es bspw. durch natürliche Phänomene zu starken Veränderungen eines Preises kommen wird dies i.d.R. durch mediale Berichterstattung bekannt. Wenn ein Trader die Nachrichten aufgreift und passende Order ausführt, bestehen sehr gute Chancen auf gute Gewinne.

DIE KRYPOWÄHRUNGEN

Kryptowährung

Eine Kryptowährung ist eine digital verschlüsselte, dezentrale Währung, die im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen wie dem US-Dollar (von der Federal Reserve ausgegeben), dem Euro (Europäische Zentralbank) oder dem japanischen Yen (Bank of Japan) mit keiner Regierung oder Zentralbank verbunden ist oder von dieser kontrolliert wird. Die Währungen basieren auf Blockchains oder digitalen Signaturen. Bei Start war das Ziel ein unabhängiges Währungssystem zu schaffen. Mittlerweile hat sich die Technologie Blockchain noch weiter entwickelt und bietet eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten fernab von Währungen.

Durch die vollständige Unabhängigkeit von stationären Märkten, Banken o.ä. sind Kryptowährungen durchgehend handelbar. Dies stellt für Trader besondere Chancen, Herausforderungen und Risiken dar.

DER DERIVATEMARKT

In den alten Tagen von Charles Dow gab es kein Trading, nur Investitionen. Der Kauf und das Halten von Anteilen an einem bekannten Unternehmen war das einzige, was zur Verfügung stand. Für den Fall, dass ein bestimmter Vermögenswert an Wert gewinnt, erzielt man einen Gewinn. Wenn ein Vermögenswert jedoch abgeschrieben wird – weil er im Preis zusammengebrochen ist, bleiben nur Restwerte übrig, die niemand mehr haben möchte. Die Finanzindustrie ist heute viel weiter und bietet eine Reihe von Produkten an, die Derivate genannt werden.

Ein Derivat (oder derivatives Instrument) ist ein finanzielles Wertpapier, dessen Wert von einem Basisvermögenswert, einer Gruppe von Vermögenswerten abhängt oder von diesem abgeleitet wird. Das Derivat selbst ist ein Vertrag zwischen zwei oder mehr Parteien und sein Preis ergibt sich aus Preisschwankungen des Basiswerts. Die häufigsten zugrunde liegenden Vermögenswerte für derivative Finanzinstrumente sind die bereits beschrieben Märkte: Währungen, Aktien, Anleihen, Aktienindizes, Rohstoffe und in jüngerer Zeit die Kryptowährungen.

Die älteste Transaktion mit Finanzderivaten wird bereits vom griechischen Philosophen Aristoteles beschrieben. Er bezeugte einen Verhandlungsvertrag mit Oliven, an dem der griechische Philosoph Thales teilnahm. Der Geschichte nach sagt Thales voraus, dass die Ernte im nächsten Jahr sehr gut sein wird. Da niemand genau weiß, ob die Ernte in nächsten Jahr gut oder schlecht wird, konnte Thales die Rechte der örtlichen Olivenpressen für eine geringe Summe für genau die vorhergesagte Erntezeit im nächsten Jahr sichern. Als die Ernte genau zu der erwarteten Zeit im nächste Jahr so gut wie erwartet war, gab es die hohe Nachfrage nach Olivenpressen und Thales konnte den Bauen dafür einen hohen Preis zur Nutzung abverlangen.

Warum ist dies ein gutes Beispiel für Finanzderivate? Da Thales den zugrunde liegenden Vermögenswert Oliven nicht tatsächlich kauft und nur die Rechte an den Olivenpressen hält, hat er eine Anzahlung für die Nutzungsrechte geleistet. Er kaufte mit dem Kontrakt (Derivat) nur die Rechte für relativ geringes Geld. Falls die Ernte nicht wie von ihm vorhergesagt wäre, wären seine Verluste nur auf die von ihm gezahlte Kaution.

Welche Arten von Derivaten sind die bekanntesten

Es gibt viele verschiedene Arten von Finanzderivaten, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können. Der Derivatemarkt ist in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen und bietet Produkte an, die jede Risikotoleranz erfüllen können. Die verschiedenen Finanzderivate können außerbörslich oder an der Börse gehandelt werden. Die wichtigsten sind Differenzkontrakte (CFDs), Terminkontrakte (Futures und Forward Kontrakte) und Optionen. Weiterhin gibt es die OTC Derivate (over the counter), die den größten Teil des Derivatemarktes ausmachen. Jedoch werden OTC Derivate außerbörslich gehandelt und sind damit für das Trading nicht relevant.

An der Börse gehandelte Derivate sind im Vergleich zu den OTC Derivaten sehr streng reguliert und standardisiert. Das bedeutet allerdings eine viel größere Vorabinvestition und damit wird der Zugang für kleinere und mittlere Anleger erschwert. Durch die Online Broker werden viele der sonst schwer zugänglichen Produkte auch für kleinere Anleger verfügbar gemacht.

CFD oder Contract for Difference (CFD) ist eines der am häufigsten verwendeten Derivate im Finanzmarkthandel. Differenzkontrakte sind Verträge, die zwischen einem Trader und einem Broker geschlossen werden, um die Preisdifferenz eines bestimmten Basiswerts auszutauschen. Dieser Vertrag ist so lange aktiv, bis er vom Trader geschlossen wird und die Zahlungen erfolgen, anstatt den gehandelten Vermögenswert tatsächlich zu liefern. In der Praxis ist dies daher weitaus einfacher als die herkömmliche Erfüllung.

Differenzverträge bieten Anlegern alle Vorteile einer tatsächlichen Investition in ein Finanzinstrument, ohne es jedoch besitzen zu müssen. Obwohl sie kein physisches Eigentum an einem Vermögenswert bieten, können Anleger mit CFDs von Preisänderungen des zugrunde liegenden Vermögenswerts profitieren. Technisch liegt dies daran, dass der Differenzvertrag das sogenannte Finanzderivat ist. Das bedeutet, dass sein Wert auf dem Preis des Basiswerts gebildet wird. In der Regel entspricht 1 CFD Kontrakt pro Aktie 1 Aktie und 1 CFD auf einem Aktienindex 1 Index.

Beim Handel mit Differenzkontrakten kann der Trader auch von der Erhöhung und Verringerung des Preises eines Vermögenswerts profitieren. Wenn Sie glauben, dass der Preis eines Vermögenswerts steigen wird, eröffnet der Trader eine Kaufposition, die auch als „Long Position“ bezeichnet wird. Wenn Sie dagegen glauben, dass der Preis eines Vermögenswerts fallen wird, können Sie eine Verkaufsposition eröffnen, die als „Short Position“ bezeichnet wird. Die Differenz zwischen dem Preis, zu dem ein Anleger eine Differenzvereinbarung (CFD) für einen bestimmten Vermögenswert abschließt und dem Preis, zu dem er eine Position schließt, bildet den Gewinn oder Verlust.

Die meisten Differenzverträge sind unbefristet und können nicht auslaufen. Wenn Sie den Vertrag beenden möchten, müssen Sie Ihre Position manuell schließen oder eine Order für denselben finanziellen Vermögenswert aufgeben, jedoch in die entgegengesetzte Richtung.

Es ist kein Geheimnis, dass viele unterschiedliche Broker Möglichkeiten für das Trading mit CFDs auf vielen Finanzmärkten wie Währungen, Aktien, Anleihen, Indizes, Rohstoffen, Kryptowährungen und mehr anbieten. Zum Beispiel ist der Handel mit CFDs dem Handel mit realen Aktien sehr ähnlich, allerdings gibt es einige Vorteile in Bezug auf Kosten und Komfort. Weiterhin gibt es auch einige Nachteile, besonders wenn es um die Risiken geht.

Bereits 1851 erschienen die ersten Terminkontrakte. Der zugrunde liegende Vermögenswert des ersten dieser Derivate ist Mais und erschien im Chicago Board of Trade. Es war geplant, dass der Verkäufer (Landwirt) und der Käufer (das Unternehmen) einen zukünftigen Bargeldpreisaustausch zum Festpreis durchführen. Seitdem hat der Handel mit Futures immer mehr Käufer und Verkäufer angezogen. In der Praxis sind alle Terminmärkte aus Rohstoffmärkten entstanden. Sie wurden von Landwirten, Bergleuten und Ölproduzenten aufgebaut, die das Risiko kontrollieren wollten, welchen Preis sie in Zukunft für ihr Produkt erhalten werden. Dies ist der Grund für die Entstehung aller derivativen Finanzinstrumente wie Futures.

Die Preisgestaltung von Terminkontrakten bleibt unverändert: große Börsen.

Obwohl Futures ursprünglich auf Landwirte, Ölproduzenten, Bergleute und Unternehmen ausgerichtet waren, die ihre Produkte handeln wollten, ziehen diese Derivate immer mehr Spekulanten an. Einige dieser Spekulanten öffnen und schließen innerhalb eines Tages eine Position in einem Terminkontrakt, obwohl diese Kontrakte in der Regel drei Monate dauern. Eine andere Art des Tradings mit Futures ist der Spread Handel. Die Grundlage ist das Ausnutzen durch die Änderung des Preises von zwei verschiedenen Artikeln. Beispielsweise kann ein Futures Spread Trader zwei Positionen gleichzeitig auf demselben Markt halten, die jedoch unterschiedlichen Daten aufweisen, um von möglichen Preisänderungen zu profitieren.

Einige Trader entscheiden sich für langfristige Strategien. Wenn Sie jedoch die Größe der meisten Terminkontrakte kennen, werden Sie feststellen, dass sie definitiv für Anleger mit sehr hohem Handelskapital geeignet sind. Zum Beispiel besteht ein Terminkontrakt (Future) für Gold aus 100 Feinunzen. Daher beträgt der Dollarwert eines Futures das 100 fache des Marktpreises einer Feinunze Gold. Wenn der Goldpreis 1.550 USD beträgt, kostet ein einzelner Kontrakt 155.000 USD.

Es ist wichtig zu wissen, dass alle Terminkontrakte (Future) standardisiert sind. Grundsätzlich bedeutet dies, dass alle Terminkontrakte (Future) die gleichen Spezifikationen haben, unabhängig davon, wer sie kauft und wer sie verkauft. Gehandelte Finanzterminkontrakte (Future) sind hinsichtlich Quantität, Qualität und Abwicklung standardisiert. Zum Beispiel weiß jeder, der an der New Yorker Börse mit Öl Futures handelt, dass ein Kontrakt aus 1.000 Barrel West Texas Intermediate (WTI) aus einer bestimmten Qualität des Öls besteht.

Die meisten Terminkontrakte (Future) werden mit fünfstellige Codes klassifiziert. Die ersten beiden Symbole kennzeichnen das Produkt, das dritte den Monat und die letzten beiden das Jahr. Zum Beispiel können Öl Futures als CLX20 angeboten werden, wobei CL für Rohöl steht, X für November (eine Liste der Codes gibt es an der Börse für die nächsten Monate) und 20 für 2020.

Ein Forward Kontrakt ist ein Derivat, das einen Einzelvertrag zwischen zwei Parteien zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Basiswerts zu einem bestimmten Preis zu einem späteren Zeitpunkt darstellt. Forward Kontrakte können sowohl zur Absicherung als auch zur Spekulation eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu standardisierten Futures können Forwards basierend auf Rohmaterial, Volumen und Liefertermin angepasst werden. Handelsgüter können landwirtschaftliche Rohstoffe, Metalle, Öl, Erdgas usw. sein. Die Abwicklung eines Forwards kann in bar oder in einer realer Lieferung erfolgen.

In den meisten Fällen gelten die Termingeschäfte (Forwards) als OTC Derivate und werden nicht an einer zentralen Börse gehandelt. Obwohl die außerbörsliche Natur zu einer höhere Individualitätsmöglichkeit führt, besteht für Forwards ein höheres Ausfallrisiko. Infolgedessen sind Forwards für kleinere Anleger nicht sehr zugänglich.

Der Markt für Forwards ist dramatisch gewachsen, nachdem viele große Unternehmen Währungs- und Zinsrisiken absichern mussten. Da jedoch die Einzelheiten der Forwards vom Käufer und Verkäufer festgelegt und nicht veröffentlicht werden, ist die Größe dieses Marktes schwer abzuschätzen.

Durch die Größe und den unregulierten Charakters des Forwards Marktes ist er im schlimmsten Fall für Ausfällen anfälliger. Obwohl Banken und Finanzunternehmen dieses Risiko mindern, indem sie bei der Auswahl der Gegenpartei sehr vorsichtig sind, besteht die Möglichkeit eines großen Dominoeffekts.

Ein weiteres Risiko, das sich aus dem nicht standardmäßigen Charakter von Forwards ergibt, besteht darin, dass sie nur am Erfüllungstag abgewickelt werden und nicht zu aktuellen Marktpreisen wie bei Futures bewertet werden.

Was ist, wenn der vertragliche Zinssatz erheblich vom Kassakurs zum Zeitpunkt der Abrechnung abweicht? In diesem Fall ist das Finanzinstitut, das den Forward erstellt hat, bei einem Ausfall oder einer Nichtzahlung durch den Kunden einem höheren Risiko ausgesetzt, als wenn der Kontrakt regelmäßig vom Markt bewertet wird.

Eine Option basiert auf einem Anlagevermögen wie Aktien oder Währungen. Options geben dem Käufer das Recht, aber nicht die Verpflichtung, den zugrunde liegenden Vermögenswert (Aktien, Währungen, Indizes usw.) zu einem bestimmten Preis und mit einer bestimmten Laufzeit zu kaufen oder zu verkaufen. Zum anderen ist der Verkäufer verpflichtet, seine Verpflichtungen aus der Option zu erfüllen, wenn der Käufer dies verlangt, wofür er eine Prämie erhält.

Es gibt zwei Haupttypen von Options – Call und Put.

Mit Call Options kann der Inhaber einen Vermögenswert für einen bestimmten Zeitraum zu einem festgelegten Preis kaufen.
Mit Put Options kann der Inhaber einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis und für einen bestimmten Zeitraum verkaufen.

Jeder Optionsvertrag hat ein bestimmtes Ablaufdatum, bis zu dem der Inhaber seine Wahl treffen muss. Der festgelegte Preis der Option wird als Strike bezeichnet. In der Regel werden Options über Online Broker gekauft und verkauft.

In Bezug auf die Laufzeit sind die Options unterteilt in europäische und amerikanische Typen. Bei europäischen Options kann die Option nur bei Fälligkeit ausgeübt werden. Während bei amerikanischen Options die Option jederzeit vor dem Enddatum ausgeübt werden kann. Weniger verbreitet ist der Bermuda Typ – hierbei kann die Option an mehreren vordefinierten Terminen ausgeübt werden.

Beim Kauf von Options ist das einzige Risiko des Käufers die Prämie. Andererseits ist die Möglichkeit hohe Gewinne zu erzielen unbegrenzt. Es gilt jedoch zu beachten, dass auch der Verkauf von Options ein unbegrenztes Risiko birgt und der Verkäufer bei dieser Art von Anlage besonders vorsichtig sein sollte.

Es sollte erwähnt werden, dass wenn die Option dabei ist einen Gewinn zu erzielen, sie als „in cash“ und wenn sie verliert als „out of money“ bezeichnet wird. Hier sind die verschiedenen Positionen, die in Options besetzt werden können:

1. Long Call Option: Der Kauf einer Call Option bedeutet, dass der Preis der Basisoption erhöht werden muss, damit die Option einen Gewinn erzielt. Diese Art von Option wird im Vorgriff auf einen erwarteten Aufwärtstrend gekauft.
2. Long Put Option: Der Kauf einer Put Option bedeutet, dass der Preis des Basiswerts erhöht werden muss, damit die Option rentabel ist. Auf diese Weise kann eine Absicherung gegen einen Preisverfall oder eine Spekulation erfolgen, um auf einem rückläufigen Markt Gewinne zu erzielen.
3. Short Call Option: Wenn der Käufer oder Verkäufer die Call Option aktiviert, ist er verpflichtet, eine Short Position zum Basiswert einzunehmen, indem er eine Optionsprämie erhält. Diese Art von Option wird in Erwartung einer geringen Volatilität oder eines Marktabschwungs gekauft.
4. Short Put Option: Wenn die Put Option vom Käufer aktiviert wird, verpflichtet sich der Verkäufer, eine Long Position zum Basiswert zu starten, indem er eine Optionsprämie erhält. Diese Art von Option wird in Erwartung einer Marktstabilisierung und eines möglichen Aufwärtstrends gekauft.

Der Marktwert der Option oder Prämie kann wie folgt als Summe zweier Komponenten beschrieben werden:

Optionswert = innerer Wert der Option + Zeitwert der Option.

Der innere Wert ist der Betrag den man erhält, wenn die Option aktiviert wird. Die Option hat einen intrinsischen positiven Wert, wenn sie „in cash“ ist und einen Wert gleich Null, wenn sie „out of money“ ist.

Der externe Zeitwert ist die Differenz zwischen der Prämie und dem inneren Wert der Option. Wenn die Option einen internen Wert von Null hat, entspricht das dem Zeitwert der Prämie. Mit anderen Worten, dies ist eine Einschätzung der Anleger, dass eine Nullwertoption Geld verdienen kann.

Wie werden Derivate eingesetzt

Ursprünglich wurden Derivate eingesetzt, um einen ausgewogenen Wechselkurs für international gehandelte Waren zu erzielen. Angesichts der unterschiedlichen Werte der nationalen Währungen benötigten internationale Trader ein System, um Unterschiede zu berücksichtigen. Derivate basieren heute auf vielen Vermögenswerten. Ein Finanzderivat kann zu drei Hauptzwecken eingesetzt werden:

Eine wesentliche Anwendung von derivativen Finanzinstrumenten ist das Risikomanagement und die Absicherung von Positionen. Durch Absicherungen können Sie Ihre Position vor Preisbewegungen schützen, indem Sie eine gegensätzliche Position öffnen. Wenn ein Wert aus Ihrem Portfolio gestiegen ist, können Sie den Gewinn mit einer Short Position absichern. Eine Absicherung ist eine entgegengesetzte Position in demselben oder einem verwandten Vermögenswert. Dadurch werden die Auswirkungen der entgegengesetzten Preisbewegung abgeschwächt.

Angenommen ein Investor hat 100 Facebook Aktien zu einem Preis von 100 USD pro Aktie gekauft. Er behält die Position ein Jahr und der Aktienkurs von Facebook erreicht 200 USD. Der Anleger befürchtet jedoch, dass die Position aus dem einen oder anderen Grund im Preis fallen wird (Marktkorrektur, schwacher Bericht, schwächere zukünftige Richtungen usw.). Es kann jetzt eine Short Position mit 100 CFDs auf Facebook eröffnen werden. Damit würde er bei einem fallenden Preis ebenfalls Rendite erwirtschaften. Auf diese Weise wird die anfängliche Long Position des Anlegers durch den bevorstehenden Rückgang des Aktienkurses von Facebook versichert (abgesichert).

Abgesehen der Anwendung als Absicherung können die meisten Finanzderivate zur Erwirtschaftung von Gewinnen in einem rückläufigen Markt (durch Spekulationen) genutzt werden. Zum Beispiel wird ein Rückgang des deutschen Aktienmarktes erwartet. Eine gute Gelegenheit wäre nun die Eröffnung eines Leerverkaufs auf den DAX (GER30). Sollte der Preis wie erwartet fallen, wird Gewinn erwirtschaftet.

Eines der attraktivsten Merkmale beim Trading mit Finanzderivaten ist die Verwendung eines Hebels. Durch die Hebelwirkung muss nicht der vollen Wert der Position bezahlt werden, sondern nur einen Teil davon als Marge. Auf diese Weise kann ein höheres Kapital genutzt als bei dem Broker vorhanden ist. Das Ergebnis vervielfacht sich, ohne Ihre Ressourcen zu erhöhen. Dies bringt den Vorteil, dass mit einer kleinen Anfangsinvestition eine höhere Rendite erzielt werden kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Sie bei der Verwendung von Hebeleffekten größere Verluste erleiden können.