Trading Guide Management
Wie in jeder Situation im Leben – es geht nichts über eine gute Vorbereitung. Das gilt selbstverständlich auch für das Trading. Wenn Sie wirklich nachhaltig Erfolg haben möchten, müssen Sie sich erstens auf Eventualitäten vorbereiten und zweitens ihre eigenen Planungen und Absicherungen auch aktivieren.

DAS EIGENE MANAGEMENT

Die zwei häufigsten Fehler beim Trading sind die Nichtrealisierung von Verlusten und Gewinnen. Es gibt immer Situationen in denen die Planungen nicht so laufen wie gedacht. Lieber einen kleinen Verlust mitnehmen und es neu probieren als einen Totalverlust von 50% und mehr zu erleiden. Wir geben Ihnen einige Hinweise an die Hand, worauf Sie beim Trading achten sollten!

DAS RICHTIGE KAPITALMANAGEMENT

Die Verwaltung Ihres Kapitals hängt von den spezifischen Maßnahmen ab, mit denen Sie Ihre Gewinne maximieren und potenzielle Verluste minimieren. Ein erfolgreiches Trading hat viel mehr mit einem effektiven Kapitalmanagement zu tun als mit einer Handvoll guter Geschäfte. Er ist eines der Grundlagen, die die langfristig erfolgreichen Trader, von den nicht erfolgreichen trennen. Folgend sind einige Grundlagen des Geldmanagements aufgeführt:

Was für eine Art Kapital wird benötigt?

Nur eine Art von Kapital eignet sich für das Trading. Sie müssen bereit sein es verlieren zu können und dies ohne Ihr Wohlbefinden zu beeinträchtigen. Jeder profitable Trader gewinnt auf seine eigene Weise, während jeder Verlierer die gleichen Erfahrungen erleidet. Denken Sie daran und nutzen Sie jede Gelegenheit um zu lernen. Es ist ein endloser Prozess!

Wie viel Kapital wird benötigt?

Eine der am häufigsten gestellten Fragen lautet: „Wie viel Geld wird für das Trading benötigt?“ Für Anfänger ist es eine gute Idee, mit einem kleinen Kapital zu beginnen und sich nach oben zu arbeiten. Glücklicherweise bieten die meisten Broker auf dem Markt angemessene und geringe Mindesteinzahlungsbeträge für die Eröffnung eines Kontos.

Risikobestimmung

Stellen Sie sicher, dass Sie sich Ihrem Risiko bewusst sind, bevor Sie mit dem Trading beginnen. Wenn die potenziellen Gewinne aus der Transaktion geringer sind als die potenziellen Risiken, wäre eine derartige Order keine gute Idee.

Gewinnbestimmung

Neben der Berechnung der Risiken lohnt es sich vor jedem Trade auch die möglichen Gewinne zu berechnen, um verlorene Mittel bei zukünftigen Transaktionen wieder zu erwirtschaften. Das bedeutet für Sie, dass Sie mehr Gewinn (in Prozent) erzielen müssen, um den Verlust ausgleichen zu können.

MANAGEN SIE IHR RISIKO

Auf der einen Seite möchte man immer die Wahrscheinlichkeit von Verlusten verringern und auf der anderen Seites die höchst mögliche Rendite erwirtschaften. Leider korreliert das Risiko mit der Rendite. Je höher ein möglicher Gewinne, desto höher ist auch das dazugehörige Risiko. Eine der Grundregeln für das Management Ihres Risikos ist, dass Sie niemals mehr riskieren sollten, als Sie sich leisten können auch zu verlieren. Es klingt zwar elementar, allerdings kommt dieser Fehler äußerst häufig vor (insbesondere bei unerfahrenen Tradern). Die meisten Märkte sind schwer vorherzusagen. Daher sind Trader mit Investitionen, die höher sind als sie sein sollten, sehr anfällig für erhöhtes Risiko.

Folgend sind einige Tipps zum Risikomanagement für Sie aufgeführt:

  • Halten Sie sich an Ihrer Stopp Los

Das Trading ohne Stop Loss ähnelt dem Fahren eines Autos ohne Bremse mit Höchstgeschwindigkeit und endet auf keinen Fall gut. Ebenso sollten Sie Ihren Stop Loss nach dem Einstellen niemals entfernen oder erhöhen. Es ergibt keinen Sinn ein Sicherheitsnetz zu besitzen, wenn es wieder entfernt wird. Natürlich kann der Stop Loss als Gewinnsicherung eingesetzt werden. In diesem Fall ist eine kontinuierliche Anpassung ratsam.

  • Setzen Sie Hebeleffekte mit Bedacht ein

Der Einsatz von Hebeln wirkt auf sehr viele Trader verlockend. Es gibt immer passende Situationen, wo eine hohe Hebelwirkung Sinn ergibt. Allerdings sollten Sie immer mit Bedacht eingesetzt werden und wenn bei einem hohen Hebel Verluste entstehen, müssen Sie auch bereit seien, diese rechtzeitig zu realisieren. Andererseits drohen hohe Verluste, die für Privatanaleger in Europa bis zu 50 % des eingesetzten Kapitals betragen können.

  • Diversifizieren sie Ihre Investitionen

Die Diversifikation gilt für alle Arten von Anlagen. Beispielsweise sollten Währungen nur ein Teil Ihres Portfolios ausmachen. Eine andere Möglichkeit Ihr Portfolio zu diversifizieren besteht darin, mehr als nur ein Währungspaar zu handeln.

  • Investieren Sie mit dem Trend

Egal, was Sie mit Ihren Positionen vorhaben, Sie müssen sich immer mit den aktuellen Markttrends und -bewegungen auseinandersetzen. Der beste Weg von den Trends zu profitieren bleibt Flexibilität und die entsprechende Anpassung Ihre Strategien.

  • Behalten Sie Ihre Emotionen im Griff

Beim Trading müssen Sie ihre Emotionen kontrollieren. Euphorie kann schnell verhindern, dass Gewinne mitgenommen werden, man mehr möchte und am Ende mit nichts oder sogar mit einem Minus dasteht. Für solche Szenarien können Sie einen Stop Loss einstellen, der bei einer Trendumkehr automatisch den Gewinn sichert. Auf der anderen Seite führt Angst zu unüberlegten Handlungen. Häufig wird bei einem starken Minus Geld „nachgeschoben“, um die Investition zu halten. Das führt jedoch häufig zu einem weit aus höheren Verlust als eh schon vorhanden.

  • Bilden Sie sich weiter

Der beste Weg Ihre eigene Risikomanagementstrategie aufzubauen besteht in der stetigen Weiterbildung. Zunächst müssen Sie Ihre präferierten Märkte kennenlernen und verstehen wie und warum es in diesen Märkten zu Schwankungen kommt. Weiter müssen Sie die Strategie wählen, die zu Ihrer Lebenssituation passt; den dazu passenden Broker etc. aktuelle Wirtschaftsnachrichten und Entwicklungen werden bei jeder Strategie ein stetiger Begleiter ihres Lebens sein. Zusammengefasst: Bleiben Sie „up to date“ bei allen Entwicklungen.

WIE BESTIMME ICH DEN GEWINN / VERLUST

Gewinne und Verluste (P & L) stellen den Erfolg und Misserfolg dar. Ein klares Verständnis der Gewinn- und Verlustrechnung ist besonders wichtig, da die vom Broker abgebildete Zahlen nicht immer der genauen Realität entsprechen müssen. Führen Sie parallel zu den Brokern eigene Listen, in denen Sie mindestens Summe, Gewinn/Verlust, Kaufdatum und Dauer Ihre Trades erfassen. So haben Sie einen einfachen und sehr schnellen Überblick über Ihre Gewinne und Verluste. Bei den Brokern gibt es unterschiede in den Berechnung der angezeigten G&V Rechnung, bzw. dem daraus resultierenden aktuellen Kontostand.

Auf der anderen Seite gibt es Broker mit Berechnungen bei denen sich die Marge bei einem CFD Trade verändert. Wenn Sie hier einen CFD Trade mit 1000€ ausführen und dieser 10% im Minus steht wird die Marge erhöht. Daraus resultiert der bereits bekannte Restwert der Position mit 900€ minus einer erhöhten Marge (Beispielhaft 20€), woraus ein Gesamtwert von 880€ resultiert. Allerdings wird die erhöhte Marge auf ihren Kontostand bezogen.

Einerseits gibt es Broker, die vollständig unabhängig von den Kursveränderungen die Gewinne und Verluste pro Trade abbilden. Wenn Sie bei diesen Brokern (bspw. eToro) einen CFD Trade (mit Hebel) für 1000€ ausführen, werden die Gewinne und Verluste nur in diesem Trade berechnet. Steht dieser 10% im Minus wird der Trade mit 900€ angezeigt. Es gibt keine Veränderung des restlichen Kapitals auf Ihrem Konto.

Achten Sie besonders auf:

Wenn Sie bei einem Broker mit sich verändernder Marge eine Position mit ihrem gesamten Kapital eröffnen und diese Position ins Minus gerät, erhalten Sie einen Margin Call. Damit kann ihre Position sehr schnell zwangsliquidiert werden oder Sie müssen Kapital nachzahlen, da durch die erhöhte Marge ihr Kontostand im Minus steht.

WELCHE STRATEGIEN GIBT ES

Sie kennen die Grundlagen des Devisenhandels? Dann ist der nächste Schritt die Wahl/Erstellung Ihrer Strategie. Für Anfänger besteht das ideale Szenario darin, eine einfache und effektive Strategie zu verfolgen, mit der Sie überprüfen können, was funktioniert und was nicht. Glücklicherweise handeln Banken, Unternehmen, Investoren und Spekulanten seit Jahrzehnten auf den Märkten. Somit ist bereits eine breite Palette von Strategien vorhanden. Die beliebtesten sind folgend zusammengefasst. Eine Hauptunterscheidung ist die Haltedauert der einzelnen Werte. Dabei geht es von Sekunden bis hin zu etlichen Jahren.

Forex Scalping

Beim Scalping werden Aktien/Währungespaare oder andere Werte in sehr kurzen Zeiträumen gekauft und verkauft – normalerweise dauert dies nur einige Sekunden bis zu maximal mehreren Stunden. Es können eine große Anzahl kleiner Gewinne erzielt werden, die sich aufsummieren und damit den Gesamtgewinn der Strategie darstellen. Die Anwendung bedarf einem sehr guten Wissen über die Märkte und kann schlecht während der Ausübung eines regulären Jobs verwendet werden.

Intraday Trading

Das Intraday Trading oder auch Daytrading genannt wird für Trades von bis zu mehreren Tagen angewendet. Häufig finden die Transaktionen mit hohen Hebeln statt, um über einen Zeitraum von mehreren Tagen einem Trend zu folgen und so stattliche Gewinne erzielen zu können. Besonders wichtig ist beim Daytrading Verluste rechtzeitig zu realisieren. Ansonsten sind alle bisherigen Gewinne schnell wieder verloren.

Swing Trading

Das Swing Trading setzt auf Investitionen von bis zu mehreren Wochen. Es ist somit ein mittelfristiger Ansatz bei dem Sie nicht permanent vor Ihrem Device sitzen müssen. Dies macht das Swing Trading zu einer guten Option für Trader, die parallel zu ihrer regulären Arbeit traden möchten. Spätestens beim Swing Trading ohne stetige Überwachung müssen Sie mit Stop Loss und Take Profits arbeiten. Diese Absicherung ist für einen nachhaltigen Erfolg notwendig. Alternativ  können Sie genau den Wendepunkt verpassen und Ihre Gewinne reduzieren sich.

Absicherung

Die Absicherung ist eine Risikomanagement Technik, mit der potenzielle Verluste ausgeglichen werden können. Es werden entgegengesetzte Positionen auf dem Markt geöffnet. In jedem Forex Markt kann dies geschehen, indem zwei entgegengesetzte Positionen (Long und Short) auf dieselbe Aktie/ das selbe Währungspaar eingenommen werden oder indem entgegengesetzte Positionen in zwei korrelierten Währungen aufgenommen werden. Besonders bei sehr gleichmäßig Schwankenden Werten ist diese Strategie gut einsetzbar.

Martingale

Bei der Martingale Strategie wird nach jedem Verlust die in zukünftige Trades getätigten Investitionen verdoppelt. Wenn Sie beispielsweise 1 EUR in Ihre erste Order investieren und verlieren, müssen Sie in der nächsten Order 2 EUR investieren, dann 4 EUR, dann 8 EUR usw. Bitte beachten Sie, dass diese Strategie sehr riskant sein kann. Häufig findet Sie Anwendung beim binären Trading, da bei den binären Optionen lediglich auf steigende oder fallende Kurse gesetzt (wetten).

FX Forex Strategie

Die FX Forex Strategie verwendet Buy Stop und Sell Stop Orders, um Gewinne aus natürlichen Preisbewegungen zu akkumulieren. Diese Aufträge werden normalerweise in Intervallen von 10 Pips platziert. Sobald diese Stoppaufträge eingegeben wurden, kann der Trader diese Handelsstrategie automatisieren. Diese Strategie ist sehr technisch und daher sollten Sie genau wissen was Sie tun, bevor Sie diese Strategie verwenden.